Boal Democracy

Forumtheater arbeitet in vielen Schritten, um von der einfachen Ausdrucksfähigkeit einer Belastung zu eine breiten Palette von Lösungsmöglichkeiten zu kommen, und vielleicht auch noch zu einer gemeinschaftlich umsetzbaren Strategie.

Falls dafür auch noch gesetzliche Regelungen geändert werden müssen, ist das Legislative Theater dafür zuständig, das Augusto Boal in seiner Zeit als Abgeordneter der Stadt Rio de Janeiro – wie die anderen Methoden vorher – zusammen mit seinen Theatergruppen entwickelt hat.

In der Organisationsentwicklung konzentrieren wir uns auf die Schritte, die für den vorliegenden Prozess gebraucht werden.

Das beginnt immer mit der Beteiligung aller Betroffenen, ihnen die Stimme und die Stimmung zu geben, ihre eigen Situation auszusprechen und alle damit verbundenen Belastungen los zu werden.

In der Darstellung von exemplarischen Szenen wird zum Einen schon die Konzentration im Austausch der darstellenden Kleingruppe erhöht, als zweites reagiert die Restgruppe als Publikum mit Nachfragen und Veränderungsversuchen, setzt sich also ebenfalls intensiv damit auseinander. Oft ist das An- und Aussprechen schon die Lösung, und für weitere Schritte ist eine weitere Planung nötig.

In der Vielfalt der Themen aller Teilnehmenden kristallisiert sich in den Gruppen die Bereitschaft und Kraft für selbst gesteuerte Veränderung, und eine erweiterte Gruppe kann durch szenische Vorstellung ebenso eingebunden werden: Ob Eltern, Kunden, Patienten, Kinder oder Nachbarschaften, Politiker und Verantwortliche, Presse und Publikationen, die Darstellung der Veränderung durch die Beteiligten wird ermöglicht und schafft neue Motivationen der Zusammenarbeit. Intensivierungen und weitere Pflege der Kontakte kann das bürgerschaftliche Mitwirkungsfeld zu einer hohen Akzeptanz und Wertschätzung ausbauen.

Kompetenz in offener Kommunikation zugeschrieben zu bekommen – Besseres kann sich kaum jemand wünschen.

Fritz Letsch, seit 1981 als Theaterpädagoge mit dem Theater der Unterdrückten und vor allem Forumtheater sowie Zukunftswerkstätten in Bildungsarbeit und Einrichtungen freiberuflich tätig,
Gestalttherapeut AKG und Coach in Berufsvorbereitung und betrieblicher Praxis bollmannsruh

Ein besonderes Beispiel: http://kurier.at/lebensart/kiku/schauspielerisch-nach-aus-wegen-suchen/2.472.588

http://forumtheater.wikispaces.com/Baustelle bekommt die Weiterführungen

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