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Monat

Januar 2015

Befreiungstheologie kann gut ohne Gott auskommen, aber nicht ohne Wirtschaftswissen: Aus der Kraft der Armen

Die nun seit dem Kalten Krieg und dem kalten Papst Ratzinger von Opus Dei in unseren Landstrichen von der Befreiungstheologie geschwiegen wird, erinnert die Situation der neuen Regierung nicht nur OPA vom OPABLOG an den 11.September 1973 in Chile.

maxbrücke schnee

Da kann der etwas verrückt wirkende „rechte Verteidigungsminister” mit seiner Riege eine Sicherung sein: Polizei und Militär sind davon leichter ansprechbar, und können vor einem Putsch schützen, aber dafür braucht es ein einigeres Land … denn die Rechte hatte sich in Chile auch sofort gut organisiert.

Eine gute Schilderung hat der Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Hinkelammert in seinem autobiografischen Buch „Befreiung denken” geschrieben, der auch die erste systematische Folterung von ca 400.000 Chilenen in Fabriken durch den CIA beschreibt, um die gesamte Bevölkerung einzuschüchtern.

Nach dem Putsch in Chile, den er dort an der Hochschule und zuletzt in der deutschen Botschaft erlebt hatte, schrieb er eine „Theologie des Völkermords“ über einen hetzterischen Pater auf der Seite des Militärs.

Eine Befreiungstheologie braucht nicht den Namen Gottes, braucht keine Gebete und keine Gott-Gläubigkeit, auch wenn manche Klugscheisser dann keine Theologie mehr sehen:
Es ist das Leben der Basisgemeinden, die miteinander die Bibel und ihre lokalen indigenen Religiösitäten, den Feminismus oder ihre les-bi-schwule Identität einbringen, mit der sie sich auf der Seite der Armen und der Befreiungsbewegungen sehen.

Es braucht auch keine wortreichen Liturgien, sondern das Wissen der Solidarität voneinander, das Viele in der fehlverstandenen „Political Correctness“ in der Rechthaberei der vermeintlichen Linken längst verloren haben.

Darum hat auch die Bewegung der Sozialforen aus Südamerika in Deutschen Landen so wenig Vertrauen in das Wirken der anderen Bewegungen wecken können, denn wirkliche Hoffnung schöpft sich nur aus dem Wissen, dass die Anderen eben so gute Ziele verfolgen, und dass wir sie nicht jeweils distanzierend kritisieren müssen.

Die Spalter der NATO-Presse haben schon genug Unheil angerichtet, das manche Grüne Jugend in israelischer Treue gegen den Friedenswinter und ähnliche „gefährliche Dissidenten“ weiter verbreitet.

Die griechischen und spanischen Bewegungen können uns zeigen, wie Kritische Theorie gelebt werden kann: Aus Wohnungskündigungen werden Besetzungen und gemeinsame Cantinas und Volksküchen, die plötzlich reichhaltiger bestückt sind als manche Sozialschein-kontrollierende entwürdigende Tafel hierzulande …

Und hier muss unser Wirtschaftswissen anfangen: Wer wen satt macht, dass Arbeit jetzt arm macht, nicht im Geschwafel um Nationen, Währungen und Zins, mit dem uns Angst gemacht werden soll: Auch die Studierenden der Betriebs- und Volkswirtschaft haben inzwischen begriffen, dass ihre bisherigen ProfessorInnen nur von dem einen Gott der Kumulation gesprochen hatten, den Markt verehrend, wie das golde Kalb: Für Sicherheit wünschen sich nun die Dümmsten eine nette Diktatur. Haben wir schon.

Wenn Demokratie mehr sein soll als die manipulierten Klassensprecherwahlen: Welcher Bewegugsgruppe schliesst du dich an, oder mit wem willst du eine beginnen?

http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com/Befreiungstheologie

http://fritz-letsch.blog.de/2015/01/31/befreiungstheologie-gut-gott-auskommen-wirtschaftswissen-kraft-armen-20039777/

Allende

Da kann der etwas verrückt wirkende “rechte Verteidigungsminister” mit seiner Riege eine Sicherung sein: Polizei und Militär sind davon leichter ansprechbar, und können vor einem Putsch schützen, aber dafür braucht es ein einigeres Land … denn die Rechte hatte sich in Chile auch sofort gut organisiert.

Eine gute Schilderung hat der Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Hinkelammert in seinem autobiografischen Buch “Befreiung denken” geschrieben, der auch die erste systematische Folterung von ca 400.000 Chilenen in Fabriken durch den CIA beschreibt, um die gesamte Bevölkerung einzuschüchtern.

opablog

Es überrascht mich, dass Alexis Tsipras, zumindest im deutschsprachigen Raum, bisher nur selten mit Salvador Allende verglichen wird.

Beide sind bzw. waren volkstümliche, glaubwürdige Politiker, die versprachen, ihre Völkern aus ihrer elenden Lage herauszuführen. So führten beide ihre Wahlkämpfe, siegten in demokratischen Wahlen und taten danach etwas im demokratischen Rechtsstaat ganz und gar Unübliches: Sie schickten sich an, ihre Wahlversprechen zu erfüllen. Für Tsipras mag diese Einschätzung etwas schnell sein, doch die ersten entschlossenen Handlungen seiner Regierung scheinen sie dennoch zu erlauben.

Dass durch bürgerliche Wahlen eine volksdemokratische Regierung an wichtige Schalthebel kommt, ist so selten, zumal in Europa, dass sich die Bezeichnung „Jahrhundertereignis“ aufdrängt.

Wie Allendes Regierung 1973 endete ist bekannt, und völlig unzweifelhaft ist, dass in ähnlicher Weise 2015 gegen die demokratische Regierung Tsipras sowohl ein reaktionäres putscherfahrenes Militär im eigenen Land, als auch Spezial- und Geheimkräfte der NATO, der USA und der EU einsatzbereit sind.

Die äußerlichen…

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Die 15 Krankheiten der Kurie. Ein Spiegel für Führungskräfte.

Die Bildung geschlossener Kreise: Jede geschwätzige Liturgie, jeder Gedanke an Ausschluss kritisch denkender: Die alte Hierarchie- Gläubigkeit. …

Paul M. Zulehner

Papst Franziskus hat bei seiner Weihnachtsbotschaft an Kardinäle, Bischöfe und Priester im Vatikan Mängel aufgezählt und diese mit Krankheiten gleichgesetzt. tagesschau.de dokumentiert eine Liste mit Zitaten zu den 15 Kritikpunkten.

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„junge Welt“ – Ken Jebsen. Es geht um sehr viel.

War da mehr als „das Sprachrohr der Linken Partei“ zu sein? Für die Zukunft zu wenig. Die liegt in Bewegungen, nicht in Parteifestungen.

opablog

„Ich sah im Fernsehen illustrierte Ausschnitte aus dem Tagebuch des Tyrannen FRANK, der während der HITLER-Zeit Polen beherrschte…. Andererseits zeigte mir diese Dokumentation, was es einem 1945 so leicht machte, dem Sozialdemokratismus aufzusagen und Kommunist zu werden.“ 

(Erwin Srittmatter, Tagebuch am 31. Juli 1974)

.

Ich will lieber unter- als übertreiben, deshalb schreibe ich nicht, dass es um Leben oder Tod gehe. Es geht um dreierlei:

1. Die Kriegspartei des Westens, verkörpert vom amerikanischen Imperialismus aber mit ihm im Gleichschritt der deutsche Imperialismus, arbeiten systematisch auf einen großen Krieg hin, der Russland zerstören soll. Dieser Krieg kann nur ein faschistischer sein.

2. Die Völker Europas und Amerikas, die weitgehend paralysiert wurden, um ALLES zu bezahlen, zunächst mit ihrem Geld, dann mit ihrem Blut, beginnen sich spontan zum Widerstand zu regen.

3. die besten Kritik-, Widerstands-, Friedens- und Befreiungskräfte der Völker, traditionell im weiten Sinne als „Linke“ und „Progressive“ bezeichnet…

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Zum Protest gegen die sog. Münchner Sicherheitskonferenz

Berlin wirbt

opablog

Friedenswinter 2014/2015

Vom 6. bis 8. Februar 2015 findet in München die

Internationale Münchner Friedenskonferenz

statt.

Die Münchner Friedenskonferenz ist die inhaltliche Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz.

Detaillierte Informationen über die Zielrichtung und das gesamte Programm der Münchner Friedenskonferenz sind hier, auf der Seite „Friedenswinter“ zu finden.

 ***

Die zentrale Veranstaltung des Protestes gegen die sog. Münchner Sicherheitskonferenz ist die

Protestdemonstration in München am 7. 2. 2015

KEIN FRIEDEN MIT DER NATO Stoppt den Konfrontationkurs und die neue NATO-Aufrüstung

Detaillierte Informationen über die Zielrichtung und das gesamte Programm der Protestdemonstration sind hier, ebenfalls auf der Seite „Friedenswinter“ zu finden.

***

Zur politischen Vorbereitung auf die Münchner Friedenskonferenz und die Proteste gegen die sog. Münchner Sicherheitskonferenz sollte mensch das Interview zur Kenntnis nehmen, dass die „Deutsche Welle“ mit Herrn Ischinger führte. Im Netz ist es rel. schwer zu finden, ich empfehle den Link weit unten auf dieser Webseite.

Eine hervorragende Orientierung für die…

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Spannend, wie viele Menschen mit Ängsten reagieren, die sie nicht begründen können: TraumA?

Seit sehr vielen Jahren hatte ich mit den Selbsthilfegruppen zu tun, die sich zum Thema Angst und Panik-Attacken gefunden hatten, Vereine und Netzwerke waren dabei, die auch mit Theater-Methoden die eigenen Situationen darstellen und meistern wollten, nach draußen tragen, wie es ihnen geht.

Die Arbeit war für mich immer besonders interessant:
Besonders vorsichtig gestartet, um niemand zu verschrecken, kamen manchmal ganz locker die härtesten Themen, manchmal ganz zögernd die kleinsten Befürchtungen: Von außen ist die Bedeutung nicht abzuschätzen.

Besonders hartnäckig sind Themen, die von den Betroffenen gar nicht verstanden werden, in vielen Fällen auch von aussen aufgedrängt sind: Von unausgesprochenen Erlebnissen und Befürchtungen der Eltern, der Familiengeschichte, die über Generationen weitergegeben werden.

Kriegskinder und Kriegsenkel, Nachkriegskinder sind jetzt Arbeitsthemen vieler TherapeutInnen, die solche Phänomene bemerken, und in der Altenpflege ist die Reaktion oft noch ein Schlafmittel oder Beruhigungsmittel mehr, statt die Situation ins Gespräch zu holen:

Dabei hätten etliche der Pflegenden durchaus eigene Erfahrungen, die sie austauschen könnten, aber die Befürchtung einer zu großen Vertiefung steht im Vordergrund, dagegen wäre eine schlichte Anerkennung: „Es waren schwere Zeiten, Sie haben sie überlebt!“ oft schon genug.
Toscana
Theater-Methoden in der Altenpflege können alle die kleinen Fähigkeiten in den Fokus nehmen: Was eine Berührung, ein sanftes Klopfen, eine feste Umarmung bewirken, wie eine Person in ihre innere Ruhe zurück begleitet wird – und wie wir es uns selbst wünschen würden.

http://gestaltleben.wikispaces.com und http://forumtheater.wikispaces.com

Die Arbeit am Trauma braucht natürlich fundierte Ausbildung, aber ein alltäglicher Umgang ist die Grundlage aller pflegenden und sozialen Berufe. Noch wollen die reaktionären Behörden-Mitarbeitende und Forensik depressive Menschen erziehen, zwingen, ohne zu begreifen, dass diese schon mit sich selbst überfordert sind. Überdrüssig.

Die Konstrukteure von Feindbildern

Die Konstrukteure von Feindbildern.

Die Konstrukteure von Feindbildern

Das verrückte dran ist, dass die bekämpften Eigenschaften immer auch die eigenen verdrängten Schattenseiten sind …
Drum gibts in der http://www.heldenreise.de auch den Schatten als Arbeitswoche

Prinz Chaos

Die Konstrukteure von Feindbildern

bekämpfen

das jeweils Andere. Das anders ist als sie

Und sich auch von den Ihren unterscheidet

In andrer Sprache und an anderem leidet

Und dann noch frech wird!

Und sich regt! In einer Tour!

Die Konstrukteure von Feindbildern

verachten

aus satten Herzen. Spotten! Deuten an…

Verstecken Gift in sanften Nebensätzen.

Polemisieren, säuseln und vergrätzen

mit hoher Kunst: dem Andern

seinen letzten Freund.

Denn Konstrukteure von Feindbildern

sind ohne Gnade.

Sie haben Blut geleckt, schau an: die Beute lahmt!

Noch einmal draufgehalten, das sollt reichen

Die Konstrukteure selbst vergeh’n sich nicht an Feindesleichen

das darf die Meute machen

die den Feinden wuchs.

Die Konstrukteure von Feindbildern jedoch

verbittert

Ein jedes Widerwort! Da rufen sie: Zensur!

Leiden als Opfer ihrer Opfer: öffentlich und viel!

Pochen auf Meinungsfreiheit! Fairness! Guten Stil.

Benutzen dabei unentwegt: die bösen Namen

die sie den Andern auferlegt.

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Man kann eben keine Zukunft gestalten, ohne die Vergangenheit verstanden zu haben.

Wir träumen davon, gut zu sein:

„Europa heuchelt, es sei der Kontinent der Menschenrechte. Aber Europa hat zuerst die Welt kolonisiert;später nahmen die USA dem Kontinent diese Hegemonie ab. Die Europäer wagen es nicht, das Handeln der USA zu verurteilen.

Die USA folgen ja nur den Spuren, die Europa gelegt hat. Die Menschenrechtsgeschichte Europas ist schrecklich. Ganz Afrika, ganz Amerika, ganz Asien haben Genozide erlitten, weil Europa behauptete, es müsse die Wilden vom Kannibalismus befreien.

In Indien raubten sie alles und töteten viele Menschen, um Witwen zu retten, weil man dort Witwen verbrannte. In allen anderen Erdteilen konstruierte man ähnliche Rechtfertigungen, so dass man in der Folge über ein konsistentes Programm verfügte, um Land für Land und Kultur für Kultur zu zerstören.“ S. 59

Befreiung denken: Grenzgänge zwischen Kontinenten und Wissenschaften: Franz Josef Hinkelammert

http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com/Befreiungstheologie

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