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Befreiungstheologie kann gut ohne Gott auskommen, aber nicht ohne Wirtschaftswissen: Aus der Kraft der Armen

Die nun seit dem Kalten Krieg und dem kalten Papst Ratzinger von Opus Dei in unseren Landstrichen von der Befreiungstheologie geschwiegen wird, erinnert die Situation der neuen Regierung nicht nur OPA vom OPABLOG an den 11.September 1973 in Chile.

maxbrücke schnee

Da kann der etwas verrückt wirkende „rechte Verteidigungsminister” mit seiner Riege eine Sicherung sein: Polizei und Militär sind davon leichter ansprechbar, und können vor einem Putsch schützen, aber dafür braucht es ein einigeres Land … denn die Rechte hatte sich in Chile auch sofort gut organisiert.

Eine gute Schilderung hat der Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Hinkelammert in seinem autobiografischen Buch „Befreiung denken” geschrieben, der auch die erste systematische Folterung von ca 400.000 Chilenen in Fabriken durch den CIA beschreibt, um die gesamte Bevölkerung einzuschüchtern.

Nach dem Putsch in Chile, den er dort an der Hochschule und zuletzt in der deutschen Botschaft erlebt hatte, schrieb er eine „Theologie des Völkermords“ über einen hetzterischen Pater auf der Seite des Militärs.

Eine Befreiungstheologie braucht nicht den Namen Gottes, braucht keine Gebete und keine Gott-Gläubigkeit, auch wenn manche Klugscheisser dann keine Theologie mehr sehen:
Es ist das Leben der Basisgemeinden, die miteinander die Bibel und ihre lokalen indigenen Religiösitäten, den Feminismus oder ihre les-bi-schwule Identität einbringen, mit der sie sich auf der Seite der Armen und der Befreiungsbewegungen sehen.

Es braucht auch keine wortreichen Liturgien, sondern das Wissen der Solidarität voneinander, das Viele in der fehlverstandenen „Political Correctness“ in der Rechthaberei der vermeintlichen Linken längst verloren haben.

Darum hat auch die Bewegung der Sozialforen aus Südamerika in Deutschen Landen so wenig Vertrauen in das Wirken der anderen Bewegungen wecken können, denn wirkliche Hoffnung schöpft sich nur aus dem Wissen, dass die Anderen eben so gute Ziele verfolgen, und dass wir sie nicht jeweils distanzierend kritisieren müssen.

Die Spalter der NATO-Presse haben schon genug Unheil angerichtet, das manche Grüne Jugend in israelischer Treue gegen den Friedenswinter und ähnliche „gefährliche Dissidenten“ weiter verbreitet.

Die griechischen und spanischen Bewegungen können uns zeigen, wie Kritische Theorie gelebt werden kann: Aus Wohnungskündigungen werden Besetzungen und gemeinsame Cantinas und Volksküchen, die plötzlich reichhaltiger bestückt sind als manche Sozialschein-kontrollierende entwürdigende Tafel hierzulande …

Und hier muss unser Wirtschaftswissen anfangen: Wer wen satt macht, dass Arbeit jetzt arm macht, nicht im Geschwafel um Nationen, Währungen und Zins, mit dem uns Angst gemacht werden soll: Auch die Studierenden der Betriebs- und Volkswirtschaft haben inzwischen begriffen, dass ihre bisherigen ProfessorInnen nur von dem einen Gott der Kumulation gesprochen hatten, den Markt verehrend, wie das golde Kalb: Für Sicherheit wünschen sich nun die Dümmsten eine nette Diktatur. Haben wir schon.

Wenn Demokratie mehr sein soll als die manipulierten Klassensprecherwahlen: Welcher Bewegugsgruppe schliesst du dich an, oder mit wem willst du eine beginnen?

http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com/Befreiungstheologie

http://fritz-letsch.blog.de/2015/01/31/befreiungstheologie-gut-gott-auskommen-wirtschaftswissen-kraft-armen-20039777/

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