Prinz Chaos

Im Parkhaus Mauer in Coburg lesen wir das Schild: „Ausgang Judentor“ und T. vermutet, dass uns am Ausgang dann vermutlich ein Schild „Juden raus!“ erwartet. Und am Eingang steht bestimmt „Judenrein“, kalauere ich zurück und wahrlich: das Vergangene ist nicht tot. Es ist noch nicht einmal vergangen, wie William Faulkner gesagt hat.

Auf der Fahrt von Schloss Weitersroda nach Coburg hatten wir kurz über den Nahostkonflikt gesprochen und über die Wiederwahl Netanjahus. Ich äußere meinen Wunsch, T. nach Israel zu begleiten. T. erzählt vom CSD in Tel Aviv und legt „Everbody needs a man“ des israelischen DJs „Offer Nissim“ ein. Die Titelthese des Songs findet meine uneingeschränkte Zustimmung.

Jetzt aber gehen wir nicht durch das Judentor, sondern durch das Webertor aus dem Parkhaus. Ich mache ein Foto von T. vor einem Steinwappen mit dem Coburger Mohr, auch das so eine Geschichte der Geschichte:

– Der Ägypter Mauritius nämlich, dunkelhäutig und…

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