augusto-boalJahrzehnte deutscher Beschönigungen in der Presse sehr schön dargestellt: Augusto Boal hatte uns viel berichtet, und wir konnten gleichzeitig in den Zeitungen lesen, was die deutsche politische Darstellung war.

Zum 50. Jahrestag der Militärdiktatur in Brasilien haben auch andere viele dieser Eindrücke erinnert und zusammengestellt:

Opposition und Opportunismus. Die deutsch-brasilianischen Beziehungen während der Diktatur

31.03.2014 | geschrieben von Luiz Ramalho 

Gustav Stein, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Bundestags stellt nach einem Besuch in Brasilien 1971, ein besonders durch systematische Folter und Liquidierung brasilianischer Oppositioneller gekennzeichnetes Jahr fest: „Die Bedeutung unserer sozialen Marktwirtschaft für das allgemeine Wohl der Volkswirtschaften ist kaum besser zu bestätigen als durch die Entwicklung und Fortschritte in diesem Lande.“
Hamlet-Titel
Augusto war in jener Zeit selbst gefoltert worden und durch internationale Proteste frei gekommen, er sollte in der Folter gestehen, er hätte „sein Vaterland Brasilien im Ausland verleumdet, in dem er behauptet, in Brasilien wird gefoltert.“
Das fand ich noch nicht in der Autobiografie, aber ich bin noch nicht durch …
Mandelbaum Verlag: Augusto Boal, Hamlet und der Sohn des Bäckers, Die Autobiografie. 376 Seiten. Übersetzt von Birgit Fritz und Elvira M. Gross http://forumtheater.blog.de
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