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Theater macht Politik

werkstatt zu forumtheater und legislativem theater

Erleben lernen: Politisch

Das „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es „macht Politik“ und setzt Lernprozesse in Gang. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite
des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen Denk- und Handlungsweisen frei.

12. Internationaler Kongress erleben & lernen | 2018:

Einmischen possible:
Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

Ein neues Buch in den „Berliner Schriften zum Theater der Unterdrückten“

Nach dem Workshop war der Zusammenhalt in der Klasse so toll, dass es wieder Spaß gemacht hat, zur Schule zu gehen. Ich konnte dann auch besser lernen. Tanas, 15 Jahre alt, nach einem dreitägigen Theaterprojekt mit dem Forumtheater inszene an einer Kölner Schule

Dieser Sammelband gibt einen Einblick in verschiedene Theaterprojekte, in denen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten gearbeitet wird.

Die hier versammelten Praktiker*innen zeigen ihre individuellen Wege mit dem Theater der Unterdrückten und wie weitere Theaterrichtungen von Clownerie oder Improvisationstheater über Theater zum Leben und Applied Action Theater bis hin zur Theatertherapie ihre künstlerische und kreative Arbeit bereichern.

Deutlich wird dabei die Relevanz des Ansatzes Augusto Boals für die gesellschaftspolitischen Themen, die unsere Zeit wie keine anderen prägen: Ob soziale Ungleichheitserfahrungen, der individuelle und gesellschaftliche Anteil am Klimawandel oder Debatten rund um Asyl und Menschenrechte – die hier vorgestellten Projekte legen dazu nicht nur wichtige Fragen frei, sondern zeigen exemplarisch, wie die Methoden aus dem Theater der Unterdrückten aktives politisches Hinterfragen und Handeln von Subjekten stärken.

Vervollständigt wird der Sammelband durch einen Praxisteil mit den Lieblingsübungen der Autor*innen als Anregung für die eigene theaterpädagogische Praxis. Mit Beiträgen von Stephan Antczack, Sophia-Marie Bömer, Jens Clausen, Birgit Fritz, harald-hahn, Sanjay Kumar, Fritz Letsch, Özge Tomruk, Friderike Wilckens-von Hein

[https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html Harald Hahn Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels Einblicke, Ansichten und Projekte]

https://www.institutgauting.de/publikationen/gautinger-protokolle/theater-macht-politik/TheaterMachtPolitik

http://joker-netz.raete-muenchen.de/Theater_Macht_Politik

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Divestment – wie unser Geld den Klimawandel befeuert

Alle Aussteigen! würde ich das übersetzen, den nur Investment-Leute verstehen Divestment. Und meine schwierigste Frage: Wie bekommen wir unsere jeweilige Altersvorsorge-Versicherung dazu, aus Rohstoff-Handel und Rüstung auszusteigen, wenn das die letzten lukrativen Berieiche der Finanz-Anlagen sind? Brauchen wir Szenen zur Investition, die uns in den gentrifizierten Städten mit unserem eigenen Geld den Hals abschnürt? der Abschied vom Kapitalismus wird uns nicht leicht fallen, aber kurz, bevor er uns tötet, werden wir ihn verstehen?

zebralogs

„Diese Wirtschaft tötet“, so hat es Papst Franziskus 2013 geschrieben. Mit dieser Aussage klagt der Papst Menschenrechtsverletzungen und sklavenähnliche Zustände in der globalisierten Wirtschaft an, beispielsweise in den Textil- und Handyfabriken Asiens.

Doch es gibt auch weniger bekannte tödliche Folgen dieser Wirtschaft. Beim Rohstoffabbau werden beispielsweise giftige Chemikalien genutzt, die Luft wird durch Feinstaub und das Wasser durch giftige Abwässer verschmutzt. Kurz: Die Gesundheit der Arbeiter*innen und Anwohner*innen wird zerstört. Und der mit dieser Wirtschaft einhergehende Klimawandel vernichtet schon heute die Lebensbedingungen und Einkommensmöglichkeiten von Millionen von Menschen.

Was heißt Divestment?

Divestment ist das Gegenteil einer Investition. Grob gesagt geht es darum, der „tödlichen Wirtschaft“ das Geld zu entziehen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit auf schädliche Wirtschaftspraktiken und ihre Finanzierung aufmerksam zu machen. Ist der Ansatz des Divestment ein Weg, um die negativen Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems zu bekämpfen? Divestment zielt vor allem auf die klimaschädliche Kohle-, Öl- und Gasindustrie. Denn in irgendeiner…

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Vom Goldenen Anker zum Landtag

um den Hauptbahnhof München ereignete sich Vieles in der Räterepublik, und die Orte lassen das damalige Geschehen nicht so leicht wieder finden:

Im Goldenen Anker in der Schillerstraße 30

war damals ein gutes geräumiges Gasthaus für alle Münchner, in dem Kurt Eisner einen regelmäßigen Gesprächskreis Montag abends hatte, Eisner-Rad

  • zur Besprechung der Ereignisse im Krieg, in der SPD, zu den Kriegskrediten
  • zum Aufbau der USPD nach der Ablehnung weiterer Kriegskredite 1917
  • zu den Streiks in ganz vielen Städten mit Rüstungsindustrie Januar 1918

Nach der Verhaftung Kurt Eisners und den Mitstreitenden in der USPD wie Sarah Sonja Lerch (die sich in Stadelheim nach mangelnder Behandlung und Zahnschmerzen am 29.3.1918 umbrachte) führte Ernst Toller die Gesprächskreise weiter.

Im Oktober kandidierte Kurt Eisner für den Reichstag und musste für den Wahlkampf frei gelassen werden, und im November wurde klar, dass Adel und Militarismus, die Monarchie und die Rüstung das Land in den Ruin getrieben hatten, der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Immer mehr Leute forderten den Frieden, ohne Gebietsgewinne …

und kam am 5. und 7. November zur Theresienwiese.  Die MSPD zog mit Auer zum Friedensengel, die USPD mit dem blinden Bauernführer Gandorfer Eisner und den Mühsams zu den Kasernen …

dann in den Mathäser und zum damaligen Landtag: Prannerstraße hinter dem Bayrischen Hof, Proklamation der Republik: Freistaat Bayern

und die Ermordung …

http://www.dasanderebayern.de/99-jahrestag-der-ermordung-kurt-eisners/

und drei Filme auf youtube:

Konstantin Wecker liest die Gedenkrede von Heinrich Mann für Kurt Eisner am 16.3.1919

http://raete-muenchen.de/faulhaber-21-2-ohrenzeuge-des-mordes

Eine heutige Form vom damaligen Goldenen Anker: Revolutionsgespräche im www.feldcafe.de 5vor12

Ernst Toller in München? heute?

Der etwa 22jährige Student hatte über Max Weber in Heidelberg als Pazifist von der USPD gehört, hatte Eisner bei einem reichsweiten treffen kennengelernt und kam nach München.

Eine Jugend in Deutschland zentralratist sein international bekanntestes Buch, Hoppla, wir leben und Hinkemann die über viele Jahre bekanntesten Theaterstücke.

Nach Kurt Eisners Ermordung am 21.2.2019 wurde Ernst Toller auch Vorsitzender des Zentralrat der Republik Baiern aus den Arbeiter- Bauern- und Soldatenräten.

Beim Palmsonntagsputsch hatten die Leute der Geheim-Organisation Thule-Gesellschaft mit der nach Bamberg geflohenen Mehrheits-SPD und der Reichswehr den ersten Versuch gemacht, die Räte zu verhaften und die Macht zu übernehmen, die Arbeiter schlugen sie aber mit Gefechten um den Hauptbahnhof zurück, so dass sie mit einer Lokomotive flohen,

Der kurze Frühling

Zenzl Mühsam konnte telefonisch noch einige der anderen Räte warnen, Erich Mühsam war am 13.April 1919 um 4 Uhr morgens mit 12 weiteren Linken von Soldaten der „Repu

blikanischen Schutztruppe“ verhaftet und ins oberfränkische Gefängnis Ebrach gebracht worden.

Einen neu und frisch geschriebenen Überblick gibt

Simon Schaupp: Der kurze Frühling der Räterepublik
Ein Tagebuch der bayerischen Revolution
ISBN 978-3-89771-248-5 frisch ausgeliefert,  304 Seiten, hochwertige Klappenbroschur, knapp 20.-

Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD).

Mehr auf www.raete-muenchen.de

neues Wiki zum Forumtheater

Weil meine guten alten Hochschul-Wikis ab Sommer 2018 zu Ende gehen, erprobe ich grade neue Ebenen, und https://github.com/raete-bayern/forumtheater scheint mir recht gut geeignet, wer besseres kennt und anbieten kann, darf mich gerne beraten.

Marienplatz

Als wir noch Demokratie am Marienplatz spielen konnten, als „Chamber in the Street“, wie es Augusto Boal nannte, gegen eine Initiative des Bundesrates zur Halbierung für Asylbewerber, ein CSU-Vorstoß schon vor vielen Jahren …

wo jetzt Ordnung herrscht.

Inszenierungen der Politik

Die Inszenierungen der Politik können wir zerlegen, wenn wir eigene Bilder und Szenen dagegen setzen:

über IALANA-Medientagung in Kassel – Dr. Kurt Gritsch: „Der Kosovo-Krieg. Eine gesteuerte Debatte“

Das war der Abschied der Partei der Grünen von der Friedensbewegung, die sie seitdem als Partei-Spitze schlechten Gewissens ignorieren und weiter dem Einflüsterungen der Atlantik-Brücke und der NATO trauen.

Heute erleben wir kurdische Friedens-Demonstrationen mit türkischen Wer-Wölfe-Provokationen, als bekäme der Krieg eine matte Spiegelung am Münchner Stachus, kurz vor der Sicherheitskonferenz, die an der Richtung der nächsten Waffen-Geschäfte arbeiten wird.

Die Friedenskonferenz im Rathaus wird die anderen Seiten erläutern, mit Franz Alt: Kommt endlich zur Vernunft! Die Friedensbotschaft von Michail Gorbatschov.

Angesichts von Konfrontation und zunehmender Kriegsgefahr in Europa plädiert Gorbatschov für eine Rückkehr zur Entspannungspolitik

Nela Porobic Isacovic, Feministische Aktivistin aus Bosnien und Herzegowina, Kooperationspartnerin der Internationalen Frauenliga:

Friedensarbeit in Bosnien. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte müssen verwirklicht werden, um einen neuen Ausbruch von Gewalt zu verhindern.

Tiffany Easthom, Direktorin Nonviolent Peace Force: Was will die Nonviolent Peace Force?

NP ist die größte Organisation, die unbewaffnete zivile Schutzprogramme durchführt und im Südsudan, in Myanmar, auf den Philippinen, im Libanon und im Irak 275 Personen im Einsatz hat.

Grußwort: Leo Hoffmann-Axthelm, Vertreter von ICAN – Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen

Musikalische Umrahmung: Münchner Saitentratzer

Einführung und Moderation: Clemens Ronnefeldt,  Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes

Grußwort der Landeshauptstadt München: Christian Vorländer, Stadtrat

Revolution schafft neues Theater

Das gute alte Theater hatte sich mit immer neuen Moden und Manien auffrischen wollen, hatte allerlei Autoren-Attitüden, Musicals und Oper-etten, Performances sowie Textflächen und interaktive Ereignisse mit Geflüchteten und Obdachlosen inszeniert, um sich von den eigenen Wurzeln abzulenken.

Griechische Chöre hatte man, wie auch alle Arten der Brecht-Wieder-Aufführungen reichlich benutzt, aber ein Theater des Dialoges werden, das ging nicht.

So lange die moralische Anstalt meint, eine höhere Aufgabe zu bekleiden, ausgestattet mit hohen Leitenden und überhöhten Kritiken, eigenem Kauderwelsch und einer Art, die alles besser durchdacht haben muss, als andere …

kurz, die alte Lehrer-Attitüde, die Besser-wisserei, macht leider lern-unfähig, wie die alte Wiederholung in der Politik, von der man sich längst wieder abhängig gemacht hatte.

Befreiungs-Bewegungen beginnen nicht im Besitz-Stand

sondern von unten, in Armut und Unruhe, aus Unrecht und Verletzung. Deswegen braucht es auch immer etwas Vorsicht: Was ist die Traumatisierung, die uns vom Traum trennt, was und wem kann ich glauben, trauen, oder verletzen wir uns untereinander in der schlimmen Situation um so gnadenloser?

Es gibt immer Zwischenstufen,

und die Menschen, die durch alle Bereiche streifen und wechseln können, und damit auch die Informationen transportieren.

Das Theater hatte früher auch solche Kontakte, Autoren, Regisseure, die wach genug waren, aber nun werden die Intendanten im internationalen Städte-Vergleich an Interesse der gehobenen Platz-Besitzer-Schicht gemessen …

… und das Theater der Filme und Spiele, Soaps und Games übernimmt die Herrschaft, von Hollywood bis Silicon Valley, doch eine Art des Theater machens ist nicht mehr recht bekannt.

Dabei ist die Kunst des guten Spiele-Programmieren- und -Schreiben genau die gleiche, doch der Material- und Werkzeug-Kasten der zu verarbeitenden Literatur ist noch voll, die Star-Treck-Komposition hat grade noch die Heldenreise aus den Ideen von Joseph Campbell* nachgebaut, die Paul Rebillot in die Art der Gestalt-Therapie verwandelt hat:

Figuren der Literatur und oder Psychologie

Joseph Campbell hatte das Grundmuster aller archaischen Märchen herausgearbeitet, das von Helfern, Herausforderungen, einer Schwelle und Bedrängnissen, Auseinandersetzungen und Hilfen, einem Sieg und der Frage der guten Heimkehr handelt. 

Zuerst wissen wir, dass wir Fähigkeiten und Freunde haben

das wären zuerst die Auftrag-Gebenden der Zukunft, die in Literatur und Umkreisen zu finden sind,

Dann kommt ein Ruf ins Abenteuer

Die Verantwortung für ein ganzes Haus in die Hände eines Ensembles? Das ging doch immer schon schief!

Die Schwelle der Angst: Was hält dich fest?

Theater macht Politik
Werkstatt-Buch

Alle Bedenken werden uns erschlagen.

Du gehst los und kommst in Bedrohungen

Wir hatten die Katastrophen doch voraus gesehen!

Die Auseinandersetzung wird unausweichlich

Kein Mensch mag streitende Figuren?

Theater lebte davon, wenn es nicht Idyllen pflegen wollte.

Der Kampf endet in der Versöhnung

Das hätten wir doch leichter haben können? Eben nicht …

Der gemeinsame Sieg wird gefeiert

Die Revolution war in München schon einmal möglich, friedlich bis zur Ermordung Eisners

Die Heimkehr zeigt die Fähigkeit der Veränderung

Damals konnte die Revolution keinen Sieg feiern, sie wurde von der Hoffmann- und Noske-SPD mit Hilfe von rechten Freikorps tausendfach totgeschlagen und geschossen. Ein Spät-Opfer der kriegerischen Zeit des kaiserlich-preußischen Imperialismus. Die rechte Macht wirkte bis zum „3. Reich“ weiter, bis in den Post-Faschismus der 19500er und 60er Jahre.

Der nächste Turnus 1968

Es waren wenige Figuren, die inspirierend wirkten … und Vorbild-Bewegungen in den USA, Hair und Weathermen, SDS und Bürgerrechts-Bewegungen …

… und eine Theater-Bewegung der Befreiung …

in den 1980ern mit Augusto Boal quer durch’s Land

… mit entscheidenden Impulsen aus dem Süden, inspiriert von Bert Brecht und Erwin Piskator … heute noch als Living Theater in den USA am Werk.

Forumtheater

braucht andere Räume als die Stadttheater: Runde Versammlungsräume, wie wir sie auch für zukünftige demokratische Prozesse brauchen, öffentliche Orte, wie sie die Griechen für ihre Dramen hatten …

Legislatives Theater

kann die Fragen der gemeinschaftlichen Gestaltung von Gemeinde, Stadt und Viertel, aber auch von Länder-Gesetzgebung im europäischen Austausch der Regionen in Bildern erarbeiten:

Wie soll unser neues Einwanderungsgesetz aussehen?

Asylrecht und Arbeits-Migration, Kultur und Wanderung, …

Joseph Campbell*: Der Heros in tausend Gestalten, suhrkamp taschenbuch 424

Simone-Odierna/Fritz-Letsch-Theater-macht-Politik-Forumtheater-nach-Augusto-BoalEin-Werkstattbuch

 

 

Filme mitdenken, Theater machen

Gegründet wurde das Festival in Wien 2008 zum 60-Jahr-Jubiläum der Deklaration der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Idee war es dabei, durch Filme das Bewusstsein für gesellschaftspolitische Themen und Menschenrechte zu schärfen.

This Human World: Filme für Cineasten und Mitdenker

Heuer findet in Wien zum zehnten Mal das Filmfestival This Human World statt. Die beiden Kuratorinnen Djamila Grandits und Julia Sternthal, die die Festivalleitung letztes Jahr übernommen haben, legen ein ambitioniertes und vielfältiges Programm vor.

Zur Eröffnung wird heute der Film „Weapon of Choice“ gezeigt, in dem die österreichischen Filmemacher Fritz Ofner und Eva Hausberger ein kritisches Porträt der in Österreich entwickelten Glock-Pistole zeichnen. Die Recherchen zu dieser „weltweit begehrten Dienst- und Mordwaffe“ führten sie unter anderem in die USA, den Irak und an den Wörthersee.

Völkermord und Tribunale

Neben vielfältigen aktuellen Menschenrechtsfragen werden auch historische Themen behandelt: So zeigt das Festival erstmalig in Österreich den Dokumentarfilm „Intent to destroy“ des US-amerikanischen Filmemachers Joe Berlinger, der sich mit dem Völkermord an den Armeniern auseinandersetzt und den problematischen Umgang des türkischen Staates mit seinem historischen Erbe behandelt.

Ein weiteres Highlight des Festivals ist die Dokumentation des „Kongo Tribunals“, das von Milo Rau in der Bürgerkriegsstadt Bukavu im Ostkongo sowie in Berlin inszeniert wurde.

Automechanikerinnen in Burkina Faso

Das Festival widmet sich aber nicht nur der Skandalisierung von Menschenrechtsverletzungen, sondern bringt auch ermutigende Beispiele: So porträtiert der Film „Ouaga Girls“ eine Gruppe junger Frauen, die sich in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou als Automechanikerinnen betätigen und sich in einer männlich dominierten Branche behaupten und wechselseitig stärken.

Im Rahmenprogramm wird unter anderem in den AfriPoint im sechsten Wiener Bezirk geladen, wo ein Workshop nach der Methode Augusto Boal stattfindet, der das Theater der Unterdrückten begründet hat.

Ängste und Vorurteile sowie traumatische Erfahrungen sollen abgebaut werden, Menschen mit und ohne Fluchterfahrung kommen zusammen.

Für Cineasten und Mitdenker

This Human World zeigt als renommiertes internationales Menschenrechtsfilmfestival Kontinuität. Die Kuratorinnen wollen laut eigenen Angaben ein Prisma schaffen, das aus cineastischen und diskursiven Erfahrungsräumen besteht.

Durch die enge inhaltliche Kooperation mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte und dessen wissenschaftlichem Leiter Manfred Nowak wird eine hohe wissenschaftliche Expertise gewahrt. This Human World läuft bis zum 10. Dezember und bringt über hundert Filme zur Aufführung.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Steinkohle-Energie: Leben in Münchner Lügen?

München stellt sich in den Stadtwerken als „grün“ und mit Wasser-Energie dar. Wirkt gut. Stimmt nicht. Draußen im Norden, wo keiner hinschaut, wird zügeweise Steinkohle verbrannt, aus Kolumbien oder Sibirien? Auf jeden Fall mit massenhaft CO2.

Der Endspurt für den Münchner Klimaentscheid ist in vollem Gange – nur noch ein paar Tage sind es, bis wir am 5. November über die Stilllegung des Unterföhringer Kohlekraftwerks abstimmen können!


alle Münchner haben Ihre Wahlzettel bekommen. Und wir wollen Euch bitten, mit Eurer Stimme das Steinkohlekraftwerk abzuschalten.

Eine Gruppe von Menschen arbeitet seit Jahren an diesem Thema. Ein breites Bündnis von 70 Organisationen mit allen ökologischen und ethischen Hintergründen ist sich fast vollkommen einig. Das gibt es in der Umweltbewegung sonst fast nie!!!! 100te Aktive sammeln seit etwa einem Jahr in jeder freien Sekunde Unterschriften und haben über 50.000 Menschen überzeugt.

Das Gutachten der Stadtwerke sagt selbst, dass ein Ausstieg gut möglich ist.

Der Stadtrat München redet, als wäre das Steinkohlekraftwerk ein selbstverständlicher Goldesel. Aber die Emissionszertifikate müssen im Preis steigen. Das wissen auch die Politiker der EU und arbeiten daran. Wenn dies geschieht (und wir setzen uns seit Jahren aus verschiedenen Gründen dafür ein), dann ist die Rentabilität des Steinkohlekraftwerks dahin.

 Und wenn München sich darauf nicht frühzeitig vorbereitet und ernsthaft umsteigt und umdenkt, dann haben wir ein wirkliches finanzielles Problem!

Wir waren selbst in Gesprächen dabei in denen Herr Biberbach und auch Politiker aus dem Stadtrat zugegeben haben, dass ein frühzeitiges Abschalten die günstigste und effizienteste Klimaschutzmaßnahme für München wäre. Auf Ihrem/Deinem Wahlzettel steht etwas anderes? Auch das ist leider Politik.

Ihr braucht noch Argumente?

 Quecksilber, Stickoxide, Kohlendioxid, Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung beim Abbau, Waldbrände, Überschwemmungen, Stürme …

Wer nicht da ist, kann jetzt noch einfach Briefwahl beantragen. Dauert nur 2 Minuten.

Flyer zum Werben gibt es hier.

https://www.raus-aus-der-steinkohle.de/wer-macht-mit/


Als Partner des *Münchner Bündnis für Erneuerbare Energien* hoffen wir, dass wir nach dem stimmenreichen Bürgerbegehren einen ebenso wunderbaren Erfolg beim Bürgerentscheid wuppen können – gemeinsam schaffen wir´s schon 2022 *Raus aus der Steinkohle*! Das ist auch dringend nötig, denn das Heizkraftwerk Nord stößt mehr CO2 – sowie Feinstaub und Quecksilber – aus als der gesamte Straßenverkehr in München. www.raus-aus-der-steinkohle.de/argumente/#tonnenweise-kohle

Bitte beteiligt Euch an der Abstimmung am 5. November!

Wer jetzt schon wählen will, kann hier die Wahlunterlagen in zwei Minuten beantragen: https://formulare.muenchen.de/process.php?path=kvr/be2017/kvr_be2017

Bürgerentscheid am 5. November in München: „Raus aus der Steinkohle“

Als „Weltstadt mit Herz“ wird München schon seit Jahren beworben. Weniger bekannt jedoch ist, dass die Stadtwerke München ihr Heizkraftwerk „HKW München Nord Block 2“ noch bis 2035 mit Steinkohle betreiben wollen. Somit würde München weiterhin zu über 40 % mit klimaschädlichem Kohlestrom und Kohlewärme versorgt, obwohl ein Abschalten des Werks kein Problem wäre. Pressenza Muenchen

Noch aktiv Mitmachen:

das Umweltinstitut München e.V. ist, wie ja auch Attac, im Unterstützerkreis des  Bürgerentscheids „Raus aus der Steinkohle“  am 5.11.in München. Wir haben für den 2.11. einen alten Feuerwehr-Leiterwagen und für den 3. und 4.11. einen VW-Bus (Bj. 77) gemietet, rüsten diese mit einer Lautsprecheranlage aus und werden an den 3 Tagen zwischen 9:00 und 20:00 durch München fahren um für ein Ja beim Bürgerentscheid zu werben.

Wir bräuchten dringendst personelle Unterstützung von AnsagerInnen für die Durchsagen und Personen, die aus dem Auto heraus Flyer verteilen können. Falls also jemand Zeit und Lust hat, tragt euch doch bitte in dieses Hochschul-dudle ein. https://dudle.inf.tu-dresden.de/AnsagerInnen_Lautsprecherwagen/
Damit ich Euch kontaktieren kann tragt doch bitte entweder in das Dudle eine Kontaktmöglichkeit (email, Telefon) ein oder falls es nicht so öffentlich sein soll, schickt noch eine kurze Mail.  Leitet das dudle auch gerne noch an FreundInnen weiter, von denen Ihr denkt, dass Sie Spaß an der Lautsprecherwerbung hätten.
P.S.: Wir beginnen das ganze mit einer kleinen Auftaktkundgebung am 2.11. um 8:30 auf dem Marienplatz. Hier wird der Feuerwehrwagen stehen, ein paar Statements von Vertretern des Bündnisses sind geplant und ein mini Rahmenkulturprogramm. Es wäre toll, wenn dazu auch ein paar Leute kommen könnten um z. B. Flyer an Passanten zu verteilen.

Bürgerbegehrenhttp://www.raus-aus-der-steinkohle.de/

Die Kampagne hat zusammen mit vielen Gruppen grade noch eine flotte Demo mit schmissiger Musik auf die Beine gestellt, aber wie kommen wir – viele sehr verschiedene Gruppen wie auch das Nord-Süd-Forum sind ja dabei – zu den letzten 4000 Unterschriften für das Bürgerbegehren, damit die Stadt wirklich handeln muss?

Michael Schabl, Klaus Birgelen und Sonja Wassmann sind Vertretende des Münchner Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle!“ www.Raus-aus-der-Steinkohle.de

Facebookseite: Raus aus der Steinkohle! 

Auf Twitter: @Kohleausstieg_M

Sibirien: Kohle aus dem heiligen Berg der Schoren für München

Die turksprachigen Schoren siedeln in Südsibirien, wo großflächig im Tagebau Steinkohle gewonnen wird.
Seit den Sanktionen gegen Russland ist Kohle eine der wenigen Güter, die nach Europa exportiert werden dürfen.
Auch die Stadtwerke München kaufen für das Heizkraftwerk Nord russische Steinkohle.
Der Vortrag zeigt das Leben der Schoren, Veränderungen und Beeinträchtigungen durch den Kohleabbau und ihre Forderungen nach Mitspracherecht.

Radio LoRa München 92,4

ist in seinem Förderverein als gemeinnützig beim Finanzamt zertifiziert: Überweisen Sie bitte Ihre steuerabzugsfähige Spende auf das Konto des LORA Fördervereins bei der Stadtsparkasse München BLZ 701 500 00, Konto-Nr. 88 150 115 IBAN: DE09 7015 0000 0088 1501 15 und SWIFT-BIC: SSKMDEMMXXX Spendenquittung bei Beträgen über 200.- anfordern verein@lora924.de Tel. 089-48952304 oder Fax. 089-4802852 – Sie können aber auch einfach auf diesen Link oder auf das nebenstehende Bild klicken, ausfüllen und spenden.

Danke fürs Mitmachen! Lob, Kritik und Beschwerden gerne auf http://fairmuenchen.de oder an KRITIK@lora924.de

Frieden durch Theater-Methoden 25+26.11. Hamburg

Theaterworkshop mit Rosmery Schoenborn

„Innerer Frieden, Äußerer Frieden. Der Frieden ist das größte Kunstwerk“ –

La paz por dentro, la paz por fuera, la paz es la mayor obra de arte

Zeit: Samstag, den 25. November, 10 bis 17 Uhr, und Sonntag, den 26. November, 10 bis 14 Uhr
Ort: Hamburg, der genaue Ort wird noch bekannt gegeben
Kosten: 30€ (ermäßigt 15€) (inkl. Verpflegung außer Frühstück)
Sprache: Deutsch / Spanisch
Veranstalter: pbi Deutschland
http://pbi-deutschland.de

An diesem Wochenende möchten wir uns mithilfe theaterpädagogischer Methoden dem Thema Frieden aus verschiedenen Perspektiven nähern.

Ziel des Workshops ist es, uns anhand eigener Erfahrungen Fragen wie: „Was bedeutet Frieden für mich?“, „Welchen Beitrag will und kann ich leisten?“ und „Was können wir gemeinsam erreichen?“ zu nähern.

Jede_r Teilnehmer_in soll ihren_seinen eigenen Weg finden, ihre_seine Wunschvorstellung von Frieden auszudrücken.

Rosmery: „Dieser Workshop wurde aus einem Bedürfnis heraus geboren, zu verstehen, was Frieden ist. Dieses Bedürfnis entstand, als ich begann, mich für den Friedensprozess in Kolumbien zu interessieren. In der Folge habe ich schließlich mit der Unterstützung von „Xochicuicatl e.V. Asociacion de Mujeres Latinoamericanas en Berlin“ den Workshop entwickelt.

Rosmery Schoenborn ist Theaterpädagogin aus Cali, Kolumbien. Sie hat ihr erstes Theaterprojekt in Kolumbien entwickelt. Von dort ging es nach Deutschland, wo sie an mehreren Theaterstücken zum Thema Migration und Kohleabbau als Schauspielerin mitwirkte.

Mit diesem Seminar möchten wir besonders Menschen aus der Bildungsarbeit und Personen, die im sozialen Bereich tätig sind, ansprechen. Wir freuen uns auf Ihr/ Euer Kommen!

pbi / Sarah Fritsch

 

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Mit Ihrer Dauerspende machen Sie unsere Arbeit langfristig planbar und sorgen für niedrige Verwaltungs­kosten, da der administrative Aufwand bei einer regelmäßigen Spende geringer ist als bei Einzelspenden. Mehr…

 

Jean Ziegler unterstützt die Arbeit von pbi

„(…) ich hege eine große Bewunderung für diese mutige, kluge Organisation. Sie rettet Menschenleben, beschützt und ermutigt effizient die Kämpfer und Kämpferinnen für die Menschenrechte und gegen die Straflosigkeit der Verbrecher. Ihre Arbeit ist unerlässlich und erfordert unsere uneingeschränkte Solidarität.“

– Jean Ziegler, Mitglied des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen

 

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Sarah Fritsch
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