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Theater macht Politik

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Geld-Faschisten in der Schweiz

Der verantwortliche Mörder von Karl Liebknecht und von Rosa Luxemburg machte mit Schweizer Hilfe im „3. Reich“ Karriere: Bis heute fließt das Geld von Banken-Arisierern, Kriegsgewinnlern und Zwangsarbeits-Unternehmen in die AFD … und wir hätten es längst wissen können.

„Vor hundert Jahren ermordeten rechtsextreme Freikorps – mit Zustimmung von SPD-Reichswehrminister Gustav Noske – die spartakistischen Führungspersonen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Waldemar Pabst, der Organisator des Doppelmords, lebte von 1943 bis 1955 in der Schweiz. Von hier aus versorgte er die Wehrmacht mit Kriegsmaterial, betrieb Spionage und wirkte nach 1945 massgeblich am Aufbau einer faschistischen Internationale mit.“  www.ajour-mag.ch/waldemar_pabst_in_der_schweiz

Was Christoph Blocher mit dem Mord an Rosa Luxemburg zu tun hat. Eine deutsch-schweizerische Zeitreise

„Kürzlich wagte die NZZ ein heisses Eisen anzufassen. Im Artikel «Asyl für einen Nazi-Verbrecher» beleuchtete die wieder deutlich nach rechts gerückte Bourgeoiszeitung eines jener unzähligen Kapitel der Schweizer Geschichte, die nicht so Recht zur angeblich humanitären Tradition dieses Landes passen wollen.

Es ging nämlich um das 1948 garantierte politische Asyl für Waldemar Pabst, seines Zeichens Organisator des Mords an Liebknecht und Luxemburg, außerdem einer der Anführer des konterrevolutionären Kapp-Lütwitz-Putschs, Wehrwirtschaftsführer unter Hitler, Mittelsmann für legale wie illegale Waffengeschäfte sowie eine der umtriebigsten Figuren des internationalen Faschismus des 20. Jahrhunderts.“ www.ajour-mag.ch/waldemar_pabst_in_der_schweiz

Warum es unsere Eltern nicht wissen wollten: Postfaschismus

Warum es deutsche Zeitungen bis heute nicht drucken: www.anstalt.de?waldemar-pabst

Zur Verantwortung der SPD für die Ermordung von Rosa und Karl : Diese Worte fanden sich 1969 in einem Nachlass-Brief von Waldemar Pabst. Wer hat uns verraten…?

Postfaschismus?

Mit dem Ende der Entnazifizierung 1950 durch den Bundestag mit eifriger Zustimmung der Kirchen, die ihre Rolle im „3.Reich“ nun auch zur Opfer-Rolle umschrieben:

Alle Anwälte, alle führenden Beamten der Nazi-Riegen, alle Lehrer, Mediziner und Richter waren wieder in ihren Ämtern, denn die verkürzte Wahrheit: „Adolf Hitler hatte befohlen, wir haben nur gehorcht“ wurde allgemeine Devise, auch, um Westdeutschland zur Abwehr gegen den „Bolschewismus“ aufzurüsten.

Entsprechend war es dann möglich, die Organisation Gehlen, die alte Reichs-Abwehr Ost wieder einzusetzen, wie etwas später die Bundeswehr aus den alten Reichswehr-Kräften.

Unsere Eltern konnten – wie alle Geflüchteten und Orts-Wechselnden – kaum erfahren, wer denn die alten Nazis im Dorf und in der Stadt gewesen waren, denn die Täter blieben verschwiegen, mit ihrem Schuld-Bewusstsein und Wissen.

Bolschewismus?Der-kurze-Frühling

Der Feind war im Osten, er hatte sich ein Teil Deutschlands unter den Nagel gerissen, das war die West-Propaganda aller „Demokratie-Medien“. Der „Konsens der Demokraten“ wurde entsprechend festgelegt, und er wandelte sich nur sehr langsam, nach dem die KPD verboten und die DKP nicht mehr gefährlich war. Die GRÜNEN wurden die nächste Herausforderung für die alte Rüstungs-Industrie-BundesreGierung.

Sicherheitshalber hatte der britische Geheimdienst die NPD gegründet, um die rechtesten Kräfte der FDP, die zeitweise voller Nazis war, einzusammeln, aber ein großer Teil der nationalen Sozialisten spielte jetzt den rechten Flügel in der SPD, auch Seeheimer Kreis genannt.

Bolschewismus war zuerst eine Idee der Räte und der Selbstorganisation in der Rätezeit, nach der engen bürgerlichen Kaiserzeit eine eigene Demokratie zu gestalten, mit deren Bekämpfung aber zum Kampfbegriff gegen „den Russen“, die Sowjets, die Räte geworden.

Die reichen Spießer hatten Angst, wie Thomas Mann, der einerseits in seiner Villa die Enteignung oder eine Einquartierung befürchtete, andererseits wechselweise mit der kommunistischen Idee kokettierte, sie aber im Verhalten seines kritischen Bruders Heinrich Mann ablehnte:

Erika und Klaus Mann hatten sich dazwischen zu finden: Im Aufbruch der Lebensreform und der neuen Literatur, aber bald auch in klaren Fronten zu den Nazis, die ihre Freiheiten beschränken wollten: Weder Weltoffenheit, noch andere Lebensstile, der Spießer wollte Grenzen.

Der Postfaschismus verweigerte die Vorkriegszeiten:

Weder Lebensreform noch Wandervogel, weder bündische Jugend noch Frauen-Rechte: Die Spießer wollten Hausfrauen und die verwirklichung der Werte des „3.Reiches“ mit etwas weniger Terror, mit Klassen-Staat und Wirtschaftswunder.

Der Postfaschismus verweigerte die VerantwortungRotes Bayern Hörbuch

Als erstes sprach sich die Justiz selber frei, feierte die „Stunde Null“ und die neue Verfassung, auch wenn das Grundgesetz gar nicht von allen Ländern unterschrieben war, Bayern wollte weiter die Todesstrafe … gegen andere.

Die ganze Arisierung, sich die Banken und Vermögen der Juden unter der Nagel zu reißen, blieb eine nie mehr angesprochene Sache, bis dann gelegentlich die Akten braver Behörden auftauchten, und die Aktenvernichter begannen ihre Arbeit, bis in die Geheimdienste bis heute:

Finanzämter wussten durchaus, wem die Häuser und Villen gehört hatten und was sie wert waren, was bezahlt worden war … aber wenn keiner nachfragt … und jetzt gibt es Aufregung über Kunstwerke, die in der Nachkriegszeit überall günstig zu haben waren.

 

 

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Straßenbahnfahrt Heiligabend 1934

Die alten Geschichten waren alle besser als heutige Vorstellungen …

studio glumm

Vater und Sohn, Susanne Eggert 

*

Als wir später am Abend beim Griechen saßen, fiel mir Vaters Lieblingsgeschichte aus seiner Kindheit ein. Er hatte sie erzählt, wenn wir nachmittags auf dem Balkon saßen und heißen Kakao schlürften, und wenn die ersten Takte der Geschichte erklangen, wusste ich, was kommt, und hing an seinen Lippen. Es war nicht mal eine besonders originelle Geschichte, aber er liebte es, sie zu erzählen, und wenn der Mensch etwas liebt, wird die Vorstellung gut.

Als kleiner Junge fuhr er regelmäßig mit der Straßenbahn rauf nach Cronenberg zu Tante Milly, die einen Lebensmittelladen führte. Die Linie 5 zwischen Solingen und Wuppertal galt als eine der landschaftlich reizvollsten Straßenbahnlinien Deutschlands. Die Zugmaschinen hatten die stärksten Motoren, um den tückisch steilen Anstieg nach Cronenberg zu bewältigen, und die Fahrer, Meister ihres Fachs, mussten all ihre Fahrkunst aufbieten, wenn es auf dem Rückweg nach Solingen-Kohlfurth rasant bergab ging.

Es…

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BIB Aktuell #40: Andreas Zumach gewinnt Debatte

über BIB Aktuell #40: Andreas Zumach gewinnt Debatte

Ich weiß ja nicht, ob man eine Debatte gewinnen muss, aber es ist alle mal ein Gewinn, sie geführt zu haben und zu zeigen, dass man dabei Mensch bleibt.

Alle Nationalisten und Religiosen – und hier haben wir es mit Beidem zu tun – kennen nur ihre eigene Rechthaberei, und es ist ein Armutszeugnis der Stadt München, den Diskurs zu verweigern, statt ihn zu fördern.

Wie bei allen Denk- und Sprech-Verboten wird die Energie nur angestaut, sie wird sich in anderem Unmut entladen, aber das bekommt die nächste Kultur-verantwortliche Person ab …

Geh nicht!

Vorarlberg und Tirol starten Theaterdialog

https://www.vol.at/vorarlberg-und-tirol-starten-theaterdialog/5986208

Ein Theaterdialog behandelt Fragen von Flucht.
Ein Theaterdialog behandelt Fragen von Flucht. ©Photo by Tyler Penner on Unsplash
Die Länder Vorarlberg und Tirol starten gemeinsam mit dem Forumtheater „Geh nicht“ einen Theaterdialog über Entwicklungszusammenarbeit und Migration.

An je drei Veranstaltungsorten in den beiden Ländern werden Geschichten präsentiert, die Fragen aufwerfen und gleichzeitig Zusammenhänge zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Migration aufzeigen.

Die für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Regierungsmitglieder, die Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe und der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch, laden die Bevölkerung zum Theaterbesuch ein.

“Was bedeutet Flucht?”

„Wir wollen hinter die kursierenden Schlagwörter blicken: Warum müssen Menschen ihre Heimat verlassen? Was bedeutet Flucht wirklich? Und was kann und soll Entwicklungszusammenarbeit bedeuten? Diese Veranstaltungen soll zum Denken anregen und zur Diskussion einladen“, betont Landesrat Rauch.

Seine Tiroler Kollegin, Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, ergänzt: „Krieg und Verfolgung sind als wesentliche Fluchtgründe bekannt, viele Menschen insbesondere im globalen Süden sehen sich jedoch auch aufgrund der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen, Umweltverschmutzungen und Klimaveränderungen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Es ist daher unsere gemeinsame Verantwortung, auch diese Gründe aufzuzeigen und im Sinne der kommenden Generationen nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Unsere Entwicklungszusammenarbeit und dieses Forum-Theater leisten einen wesentlichen Beitrag in diese Richtung.“

Entwicklungs-Zusammenarbeit

Im Forumtheater werden Geschichten präsentiert, die Fragen aufwerfen und Zusammenhänge wie durch eine lebendige Lupe künstlerisch greifbar machen. Das Stück „Geh nicht“ nimmt die aktuell verbreitete Idee, dass Entwicklungs-Zusammenarbeit ein Mittel gegen Migration sein kann, zum Anlass, um miteinander hinter die Kulissen zu blicken.

Die SchauspielerInnen unter der Leitung von Julia Felder und Michael Schiemer präsentieren hautnah Einblicke in Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit und in die Gründe, warum Menschen aus ihren Herkunftsländern flüchten.

Reale Erlebnisse

Die Szenen beruhen auf realen Erlebnissen der SchauspielerInnen und rufen das Publikum zum aktiven Mitdenken auf:
Ist eine Welt ohne Flucht und Migration vorstellbar?
Was können und wollen wir tun, damit Menschen im globalen Süden sich nicht gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen?
Und welche Rolle kann die Entwicklungszusammenarbeit dabei spielen?

Termine

Mittwoch, 7. November, 19.30 Uhr, Spielboden Dornbirn
Samstag, 10. November, 19.00 Uhr, Pfarrsaal Schruns
Montag, 12. November, 19.30 Uhr, Theater am Saumarkt Feldkirch

Freitag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, Zone Wörgl
Samstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr, Bühne Imst Mitte
Sonntag, 16. Dezember, 19.30 Uhr, Westbahntheater Innsbruck

 

Die Forumtheaterabende finden abwechselnd unter der Leitung von Julia Felder (interkulturelle Konflikttransformation) und Michael Schiemer (Regisseur und Theaterpädagoge) statt. Diese Veranstaltungen werden von den Koordinationsstellen für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Vorarlberg und des Landes Tirol und von inkontra – interkulturelle Konflikttransformation organisiert. (VLK)

 

https://www.vol.at/vorarlberg-und-tirol-starten-theaterdialog/5986208

Kurt Eisner aus der Haft entlassen

Vor 100 Jahren herrschte in München Hunger bei den Armen, der König bei den Adeligen, den Bankern, den Reichen und den Oberen der Kirchen.

1% der Bevölkerung besitzt bis heute 2/3 des Vermögens. Woran war die Revolution am 7. November 1918 im Endeffekt gescheitert?

Die Besitzenden hatten eine hetzende Presse und die Hirtenbriefe des Kardinal Faulhaber von allen Kanzeln, der dann 1919 massiv die Frauen mobilisieren konnte, gegen die Sozialisten, die das Frauenwahlrecht eingeführt hatten. Die Angriffe auf und die Niederschlagung der Räteregierungen ist erstmals zeitnah mit vielen neuen Quellen auch in der Öffentlichkeit nach zu verfolgen. Revolutionsgespräche werden ab 1. November die

Die wichtigsten Quellen:

www.plenum-R.org mit der  Mailing-Liste abonnieren: mailto: plenum_r-subscribe@lists.riseup.net

Revolutionszeitung bestellenwww.hartbrunner.de

https://stadtgeschichte-muenchen.de/

NEU: www.muenchen.de/wasistdemokratie

Ein Büchlein zum Programm des Kulturreferat mit mehr als 330 Veranstaltungen, Kalender und Adressen gibt es in der Stadtinformation im Rathaus und im Kulturreferat Burgstr. 8

Kurt Eisner wird aus der Haft entlassen

München-Obergiesing * Abends, um 20:30 Uhr, kann Kurt Eisner die Haftanstalt Stadelheim verlassen.Er wird auf Entscheidung des 1. Senats des Reichsgerichts Leipzig entlassen, damit er an der am 17. November stattfindenden Reichstagswahl teilnehmen kann. Und das, obwohl sich der Oberreichsanwalt gegen die Entlassung ausgesprochen hatte. In der Begründung zu diesem Gerichtsbeschluss wird aufgeführt, dass eine Fluchtgefahr ausgeschlossen sei und eine Verdunkelungsgefahr nicht besteht.

Aus Bronzefiguren soll Kriegsmaterial werden

München * In zwei Listen werden Bronzefiguren aufgeführt, die den Metallbedarf der Rüstungsbetriebe geopfert werden sollen. Die erste Liste beinhaltet Werke, auf die man ersatzlos und für immer verzichten will. Dazu gehört unter anderem die Schwind-Büste auf der Praterinsel, das Senefelder-Denkmal, ein Germaniabrunnen und das Brunnenbuberl, das sich seinerzeit noch in der Anlage in der Sonnenstraße befindet.Auf der zweiten Liste stehen Werke die nach dem Krieg wieder rekonstruiert werden sollen. Dazu zählt unter anderem das Maxmonument, Standbilder von Schiller und Goethe und der Wolfsbrunnen am Kosttor. Die nur wenig verbleibende Zeit bis zur Revolution rettet die Bronzeplastiken und macht sie zu den Gewinnern der Revolution und der neu entstandenen Demokratie.

US-Präsident Wilson fordert die Einstellung des U-Boot-Krieges

Washington – Berlin * US-Präsident Woodrow Wilson fordert auf das deutsche Waffenstillstandsersuchen in seiner zweiten Note unter anderem die Einstellung des U-Boot-Krieges, nachdem am 11. Oktober in der Bucht von Dublin ein Passagierschiff von einem deutschen U-Boot versenkt worden ist. 450 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter 135 Frauen und Kinder.

Ludendorff will den Kampf bis zum letzten Mann

Spa – Berlin * Generalquartiermeister Ernst Ludendorff, der am 29. September einen Waffenstillstand binnen 24 Stunden gefordert hatte, plädiert nach dem Schreiben des US-Präsidenten Woodrow Wilson jetzt dafür, das deutsche Volk soll doch „um seine Ehre nicht nur in Worten, sondern tatsächlich bis zum letzten Mann kämpfen und sich damit die Möglichkeit des Wiedererstehens sichern“.

Kaum hat die neue parlamentarische Regierung die Verantwortung übernommen, spielt Ludendorff den entschlossenen Feldherrn, der sich gegen eine Politik wehrt, die ihn zur Beendigung des Kampfes zwingen will. Wieder ein Baustein zur Dolchstoßlegende.

 

http://raete-muenchen.de/faulhaber-21-2-ohrenzeuge-des-mordes

http://raete-muenchen.de/pressetermin-vor-ankuendigung-di-28-august-um-11h

Migration soll Menschenrecht werden … Die UN ruft zur Unterschrift unter den Migrations-Pakt — Der Mensch – das faszinierende Wesen

Logo des Global Compact for Migrationblockquote>… die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) [haben sich] auf einen „Globalen Pakt für sichere, reguläre und geordnete Migration“ geeinigt. Das wirkt in Zeiten der Abschottungspolitik von Seehofer, Salvini, Trump und Co. beinahe wie ein kleines Wunder. Befürworter des Abkommens wie UN-Generalsekretär António Guterres reden in diesem Zusammenhang schon von […]

über Migration soll Menschenrecht werden … Die UN ruft zur Unterschrift unter den Migrations-Pakt — Der Mensch – das faszinierende Wesen

Erleben lernen: Politisch

Das „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es „macht Politik“ und setzt Lernprozesse in Gang. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite
des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen Denk- und Handlungsweisen frei.

12. Internationaler Kongress erleben & lernen | 2018:

Einmischen possible:
Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

Ein neues Buch in den „Berliner Schriften zum Theater der Unterdrückten“

Nach dem Workshop war der Zusammenhalt in der Klasse so toll, dass es wieder Spaß gemacht hat, zur Schule zu gehen. Ich konnte dann auch besser lernen. Tanas, 15 Jahre alt, nach einem dreitägigen Theaterprojekt mit dem Forumtheater inszene an einer Kölner Schule

Dieser Sammelband gibt einen Einblick in verschiedene Theaterprojekte, in denen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten gearbeitet wird.

Die hier versammelten Praktiker*innen zeigen ihre individuellen Wege mit dem Theater der Unterdrückten und wie weitere Theaterrichtungen von Clownerie oder Improvisationstheater über Theater zum Leben und Applied Action Theater bis hin zur Theatertherapie ihre künstlerische und kreative Arbeit bereichern.

Deutlich wird dabei die Relevanz des Ansatzes Augusto Boals für die gesellschaftspolitischen Themen, die unsere Zeit wie keine anderen prägen: Ob soziale Ungleichheitserfahrungen, der individuelle und gesellschaftliche Anteil am Klimawandel oder Debatten rund um Asyl und Menschenrechte – die hier vorgestellten Projekte legen dazu nicht nur wichtige Fragen frei, sondern zeigen exemplarisch, wie die Methoden aus dem Theater der Unterdrückten aktives politisches Hinterfragen und Handeln von Subjekten stärken.

Vervollständigt wird der Sammelband durch einen Praxisteil mit den Lieblingsübungen der Autor*innen als Anregung für die eigene theaterpädagogische Praxis. Mit Beiträgen von Stephan Antczack, Sophia-Marie Bömer, Jens Clausen, Birgit Fritz, harald-hahn, Sanjay Kumar, Fritz Letsch, Özge Tomruk, Friderike Wilckens-von Hein

[https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html Harald Hahn Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels Einblicke, Ansichten und Projekte]

https://www.institutgauting.de/publikationen/gautinger-protokolle/theater-macht-politik/TheaterMachtPolitik

http://joker-netz.raete-muenchen.de/Theater_Macht_Politik

Divestment – wie unser Geld den Klimawandel befeuert

Alle Aussteigen! würde ich das übersetzen, den nur Investment-Leute verstehen Divestment. Und meine schwierigste Frage: Wie bekommen wir unsere jeweilige Altersvorsorge-Versicherung dazu, aus Rohstoff-Handel und Rüstung auszusteigen, wenn das die letzten lukrativen Berieiche der Finanz-Anlagen sind? Brauchen wir Szenen zur Investition, die uns in den gentrifizierten Städten mit unserem eigenen Geld den Hals abschnürt? der Abschied vom Kapitalismus wird uns nicht leicht fallen, aber kurz, bevor er uns tötet, werden wir ihn verstehen?

zebralogs

„Diese Wirtschaft tötet“, so hat es Papst Franziskus 2013 geschrieben. Mit dieser Aussage klagt der Papst Menschenrechtsverletzungen und sklavenähnliche Zustände in der globalisierten Wirtschaft an, beispielsweise in den Textil- und Handyfabriken Asiens.

Doch es gibt auch weniger bekannte tödliche Folgen dieser Wirtschaft. Beim Rohstoffabbau werden beispielsweise giftige Chemikalien genutzt, die Luft wird durch Feinstaub und das Wasser durch giftige Abwässer verschmutzt. Kurz: Die Gesundheit der Arbeiter*innen und Anwohner*innen wird zerstört. Und der mit dieser Wirtschaft einhergehende Klimawandel vernichtet schon heute die Lebensbedingungen und Einkommensmöglichkeiten von Millionen von Menschen.

Was heißt Divestment?

Divestment ist das Gegenteil einer Investition. Grob gesagt geht es darum, der „tödlichen Wirtschaft“ das Geld zu entziehen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit auf schädliche Wirtschaftspraktiken und ihre Finanzierung aufmerksam zu machen. Ist der Ansatz des Divestment ein Weg, um die negativen Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems zu bekämpfen? Divestment zielt vor allem auf die klimaschädliche Kohle-, Öl- und Gasindustrie. Denn in irgendeiner…

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Vom Goldenen Anker zum Landtag

um den Hauptbahnhof München ereignete sich Vieles in der Räterepublik, und die Orte lassen das damalige Geschehen nicht so leicht wieder finden:

Im Goldenen Anker in der Schillerstraße 30

war damals ein gutes geräumiges Gasthaus für alle Münchner, in dem Kurt Eisner einen regelmäßigen Gesprächskreis Montag abends hatte, Eisner-Rad

  • zur Besprechung der Ereignisse im Krieg, in der SPD, zu den Kriegskrediten
  • zum Aufbau der USPD nach der Ablehnung weiterer Kriegskredite 1917
  • zu den Streiks in ganz vielen Städten mit Rüstungsindustrie Januar 1918

Nach der Verhaftung Kurt Eisners und den Mitstreitenden in der USPD wie Sarah Sonja Lerch (die sich in Stadelheim nach mangelnder Behandlung und Zahnschmerzen am 29.3.1918 umbrachte) führte Ernst Toller die Gesprächskreise weiter.

Im Oktober kandidierte Kurt Eisner für den Reichstag und musste für den Wahlkampf frei gelassen werden, und im November wurde klar, dass Adel und Militarismus, die Monarchie und die Rüstung das Land in den Ruin getrieben hatten, der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Immer mehr Leute forderten den Frieden, ohne Gebietsgewinne …

und kam am 5. und 7. November zur Theresienwiese.  Die MSPD zog mit Auer zum Friedensengel, die USPD mit dem blinden Bauernführer Gandorfer Eisner und den Mühsams zu den Kasernen …

dann in den Mathäser und zum damaligen Landtag: Prannerstraße hinter dem Bayrischen Hof, Proklamation der Republik: Freistaat Bayern

und die Ermordung …

http://www.dasanderebayern.de/99-jahrestag-der-ermordung-kurt-eisners/

und drei Filme auf youtube:

Konstantin Wecker liest die Gedenkrede von Heinrich Mann für Kurt Eisner am 16.3.1919

http://raete-muenchen.de/faulhaber-21-2-ohrenzeuge-des-mordes

Eine heutige Form vom damaligen Goldenen Anker: Revolutionsgespräche im www.feldcafe.de 5vor12

Ernst Toller in München? heute?

Der etwa 22jährige Student hatte über Max Weber in Heidelberg als Pazifist von der USPD gehört, hatte Eisner bei einem reichsweiten treffen kennengelernt und kam nach München.

Eine Jugend in Deutschland zentralratist sein international bekanntestes Buch, Hoppla, wir leben und Hinkemann die über viele Jahre bekanntesten Theaterstücke.

Nach Kurt Eisners Ermordung am 21.2.2019 wurde Ernst Toller auch Vorsitzender des Zentralrat der Republik Baiern aus den Arbeiter- Bauern- und Soldatenräten.

Beim Palmsonntagsputsch hatten die Leute der Geheim-Organisation Thule-Gesellschaft mit der nach Bamberg geflohenen Mehrheits-SPD und der Reichswehr den ersten Versuch gemacht, die Räte zu verhaften und die Macht zu übernehmen, die Arbeiter schlugen sie aber mit Gefechten um den Hauptbahnhof zurück, so dass sie mit einer Lokomotive flohen,

Der kurze Frühling

Zenzl Mühsam konnte telefonisch noch einige der anderen Räte warnen, Erich Mühsam war am 13.April 1919 um 4 Uhr morgens mit 12 weiteren Linken von Soldaten der „Repu

blikanischen Schutztruppe“ verhaftet und ins oberfränkische Gefängnis Ebrach gebracht worden.

Einen neu und frisch geschriebenen Überblick gibt

Simon Schaupp: Der kurze Frühling der Räterepublik
Ein Tagebuch der bayerischen Revolution
ISBN 978-3-89771-248-5 frisch ausgeliefert,  304 Seiten, hochwertige Klappenbroschur, knapp 20.-

Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD).

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